Luthers Verhältnis zum Judentum im zeitgeschichtlichen Kontext.pdf

Luthers Verhältnis zum Judentum im zeitgeschichtlichen Kontext PDF

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung

Martin Luther gilt als Begründer der Reformation in Deutschland im 16. Jahrhundert. Durch die Übersetzung der Bibel ins Deutsche hat Luther einen Meilenstein für das Christentum und die deutsche Sprache gesetzt. Sein Schaffen wirkt noch bis in die heutige Zeit und Luthers Persönlichkeit ist lebenskräftiger geblieben als jede andere Gestalt der deutschen und europäischen Geschichte der frühen Neuzeit. Trotz des ganzen Lobes und der Anerkennung, die Luther auch heute noch genießt, gehört er zu den umstrittensten Persönlichkeiten jener Epoche, denn Luther wurde und wird auch heute noch vorgeworfen in seinen sogenannten Judenschriften judenfeindliche Tendenzen zu äußern. Gerade für die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler schien Martin Luther ein Wegbereiter des Antisemitismus zu sein. Viele von ihnen beriefen sich auf den deutschen Geistlichen und den Inhalt seiner Schriften.
Meine Seminararbeit soll sich mit dem Ursprung, nämlich den sogenannten Judenschriften Daß Jesus ein geborener Jude sei, Wider Sabbather an einen guten Freund, Von den Juden und ihren Lügen und Vom Schem Hampohras und vom Geschlecht Christi als Quellen beschäftigen und klären, was für ein Verhältnis Luther zu den Juden und dem Judentum hatte und wie er sich schriftlich über die Thematik geäußert hat.
Anschließend sollen Luthers Texte und seine Aussagen in die Epoche der frühen Neuzeit eingeordnet werden. Da man jeden literarischen Text im Zuge seiner Entstehung, der Biographie des Autors und den Zeitumständen betrachten sollte, ist es wichtig die Texte zu differenzieren und nicht als vereinzelte, literarische Objekte zu sehen, sondern sie im Kontext der Entstehungszeit wirken zu lassen, ohne dabei schnelle Urteile zu fällen. Am Ende der Seminararbeit soll der Frage, ob und warum sich Luther gegen die Juden stellte oder ob er sogar ein Antisemit war annähernd Antwort geleistet werden.
Die Forschung hat sich erst ab dem 20. Jahrhundert intensiv mit Luther und seiner Beziehung zu den Juden gewidmet. Ab diesem Zeitpunkt haben sich viele Wissenschaftler, Historiker, Privatpersonen, aber auch Institutionen, wie die evangelische Kirche zu diesem Thema geäußert. Im Gegensatz zur öffentlichen Meinung, die Luther als Antisemiten gebrandmarkt und ihm Geschichtsmächtigkeit bis zu Hitler zugesprochen hat, erscheint er in der Lutherforschung als ein Mann des Wechsels zwischen Rollen des Judenfreundes und

Da man jeden literarischen Text im Zuge seiner Entstehung, der Biographie des Autors und den Zeitumständen betrachten sollte, ist es wichtig die Texte zu differenzieren und nicht als vereinzelte, literarische Objekte zu sehen, sondern sie im Kontext der Entstehungszeit wirken zu lassen, ohne dabei schnelle Urteile zu fällen. Am Ende der Martin Luthers Verhältnis zu den Juden | DOMRADIO.DE ...

9.33 MB DATEIGRÖSSE
9783656419792 ISBN
SPRACHE
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Aktuelle Bewertungen

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Sofia Voigt

Gleichwohl wurden die Stellungnahmen Luthers zum Judentum entscheidend für den Weg, den der Protestantismus nach ihm beschritt. Sie prägten auf Jahrhunderte hinaus das Verhältnis zwischen Christen und Juden. Noch 1789, zweihundert Jahre nach der ersten Niederlassung der Juden in Hamburg, versuchte die dortige evangelische Geistlichkeit (man Hass auf Juden: Luthers böse Schriften - Wissen - Tagesspiegel

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Matteo Müller

31.07.2014 · Mit den Juden befasste sich Martin Luther (1483-1546) bereits vor der Reformation. Am 5. August 1514, vor genau 500 Jahren, äußerte er sich erstmals brieflich über das Volk der Bibel. Luthers Martin Luther und die Juden - Malkowsky Juden, Judentum ...

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Noel Schulze

Erklärung »Martin Luther und das Judentum ... Die lutherischen Kirchen begehen im Jahr 2017 den 500. Jahrestag der Reformation. Dies ist Anlass, auch Martin Luthers Verhältnis zum Judentum erneut zu bedenken. Die Heilige Schrift ist für die Kirchen der Reformation „Quelle, Regel und Richtschnur des Glaubens“. Martin Luther wies auf die zentrale Bedeutung der ganzen Bibel – des

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Jason Lehmann

17.02.2020 · Das Judentum – eine Schriftreligion. Das Judentum ist eine Religion der Schrift. Es kennt weder einen Klerus, wie es ihn in den christlichen Kirchen gibt, noch ein geistliches Oberhaupt wie den Papst.Auch Priester – Vermittler zwischen Gott und den Menschen – sind dem Judentum fremd.

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Jessica Kohmann

... Luthers über. Juden und das Judentum und sein Verhältnis zu ihnen ein ausge - ... im Folgenden nicht darum, Martin Luther mit dem, was er über die Juden ... Wort und Wirkung komme, im geistigen Kontext griechischer. Ontologie zum ... land hat ihr Verhältnis zum Judentum theologisch ... wicklungen in Luthers Verhältnis zu den Juden verlor er ... zeitgeschichtlichen Kontext einzuordnen und sie.